ADT CC 280 ist eine biokompatible NEM-Aufbrennlegierung auf Kobalt-Chrom-Basis. Die Legierung ist frei von Nickel, Beryllium und Gallium und entspricht in ihren Eigenschaften den Anforderungen der Normen EN ISO 22674, Typ 1–4, und DIN EN ISO 9693 für Aufbrennlegierungen. Aufgrund der geringen Härte von 280 HV10 lässt sich
ADT CC 280 gut bohren, fräsen und polieren und eignet sich daher auch besonders gut für Primärsituationen.
ADT CC 280 ist ein Medizinprodukt nach RL 93/42 EWG und ist gekennzeichnet mit
0482.
Zusammensetzung Massenanteile in %
Kobalt
63,0
Chrom
24,0
Molybdän
3,0
Wolfram
8,0
Silizium
1,3
Niob
0,7
Technische Daten
(Richtwerte)
Dichte
g/cm³
8,3
Vickershärte
HV 10
280
Ausdehnungskoeffizient
25–500 °C 20–600 °C
13,9 x 10–6 14,1 x10–6
Schmelzintervall
°C
1305–1370
Gießtemperatur
°C
~1470
0,2 %-Dehngrenze
MPa (N / mm-2)
570
Elastizitätsmodul
MPa (N / mm-2)
ca. 200.000
Bruchdehnung A5
%
9
Verarbeitungsanleitung
Verarbeitungsanleitung
Modellieren:
Wachsmodellation wie gewohnt ausführen jedoch Wandstärken unter 0,35mm
vermeiden. Gusskanäle indirekt führen. Für die Gusskanäle runde
Wachsdrähte mit Æ
2–2,5mm für Einzelkronen und Æ 2,5–3 mm für Brücken verwenden. Für große
Arbeiten ab 4 Gliedern Verteilerkanal mit Æ 3,5–4 mm, bei massiven
Zwischengliedern bis Æ
5 mm verwenden.
Einbetten und Gießen:
Geeignet sind phosphatgebundene Kronen- und Brückeneinbettmassen.
Vorwärmtemperatur 850–900 °C, Haltezeit bei Endtemperatur min. 30
Minuten. Bedienungsanweisung für die Gießmaschine beachten. Für ADT
CC 280 stets einen gesonderten Keramiktiegel verwenden um
Verunreinigungen durch andere Legierungen zu vermeiden. Tiegel nach
jedem Guss reinigen. Gießvorgang auslösen, wenn alle Würfel
zusammengelaufen sind und die Schmelze gleichmäßig hell wird.
Aufschmelzen mit der Flamme stets in der reduzierenden Zone mit
kreisenden Bewegungen des Brenners. Guss auslösen, wenn sich die
Schmelze durch den Flammendruck bewegt. Muffel auf Handwärme abkühlen
lassen und ausbetten.
Aufbrennen der Keramik:
Es können die handelsüblichen normalschmelzenden Aufbrennkeramiken für
Kobalt-Aufbrennlegierungen verwendet werden wie z.B. die der Hersteller
Vita, Ivoclar, DeTrey Dentsply oder Ducera. Bitte beachten Sie die
zugehörige Arbeitsanweisung. Nach dem Ausarbeiten:
1. Gerüstoberfläche im Griffelstrahler mit Aluminium-Oxid 100
oder 250abstrahlen.
2. Gerüst in destilliertem Wasser mit Ultraschall oder mit
Entfettungsmittel Ethylacetat reinigen.
3. Oxidbrand 5 min bei ca. 960 °C. Nach dem Brand grundsätzlich die
Oxidschicht wieder abstrahlen!
4. Washbrand dünn auftragen, erst zweiten Grundmassebrand gleichmäßig
deckend aufbrennen. Pastenopaker vor dem Aufheizen immer trocknen
lassen.
5. Aufbrennen und Abkühlen nach Angaben des Herstellers der verwendeten
Keramikmasse.
6. Bei Langzeitabkühlung nach jedem Dentin-, Korrektur- und Glanzbrand
Kühlphase bis ca. 750 °C durchführen.
Schlussarbeiten:
Nach dem Aufbrennen der Keramik unverblendete Gerüstanteile gummieren
und mit einer Polierpaste für Kobaltlegierungen oder mit rotierenden
Polierwerkzeugen zum Hochglanz polieren. Löten und Schweißen:
Löten vor dem Brand mit ADT CC-Lot und
Hochtemperatur-Flussmittel. Laserschweißen mit handelsüblichem Co-Cr-Laserschweißdraht.
Sicherheitshinweise
Metallstaub ist gesundheitsschädlich. Beim Ausarbeiten und Abstrahlen Absaugung benutzen.
Überempfindlichkeit oder Sensibilität gegenüber Bestandteilen der Legierung sind zu berücksichtigen.